Otmar Derungs und Daniel Cotti

Saturday, 14.09.2019 | 19:00 Uhr – Tuesday, 22.10.2019 | 19:00 Uhr

Malerei und Skulpturen aus dem Engadin (CH)
ERÖFFNUNG um 19 Uhr

Portrait von Künstler Othmar Derungs

OTHMAR DERUNGS – Künstler aus dem Unterengadin

Othmar Derungs (*1953 in Ftan, Schweiz) lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Strada im Unterengadin. Der weitgehend autodidaktische Künstler verbrachte prägende Jahre in Zürich, wo er in den 1970er-Jahren bei Benito Steiner Maltechniken erlernte. Tagsüber arbeitete er bei der Post – abends widmete er sich ganz der Kunst.

Derungs ist bekannt für seinen unverwechselbaren Stil: In seinen Arbeiten verbinden sich klare Kompositionsstrukturen mit einer spielerischen, oft humorvollen Bildsprache. Typisch sind seine immer wiederkehrenden Grundelemente – wie Bäume, Berge und Tiere – die er in variantenreichen Serien weiterentwickelt, ähnlich wie ein Musiker in der Improvisation.

Neben Malerei umfasst sein Schaffen auch Sgraffiti, Fassadengestaltungen und naturkundliche Illustrationen, etwa für Wanderpfade in der Region. Seine Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen im Engadin und darüber hinaus gezeigt, unter anderem in Scuol, Sent und Bad Zurzach.

Othmar Derungs ist ein Künstler mit starker regionaler Verwurzelung und zugleich weltoffenem Blick – seine Kunst ist tief mit der Landschaft, Sprache und Kultur des Engadins verbunden.

Nachtrag: Der engagierte Engadiner Künstler verstarb am 15. Mai 2023 in Strada.

Portrait von Künstler Daniel cotti

DANIEL COTTI – Bildhauer, Naturmensch und Gestalter

Geboren 1963 auf der Alp Flix im Oberhalbstein, ist Daniel Cotti tief mit der alpinen Landschaft verbunden. Schon als Kind entwickelte er auf seinem Schulweg von der Alp ins Dorf Sur eine innige Beziehung zur Natur – zu Bäumen, Tieren, Steinen – und zu seiner Vorstellungskraft, die ihn bis heute begleitet.

Nach seiner Ausbildung an der Bildhauerschule Brienz und einem Studienaufenthalt in Kanada ließ er sich 1993 in Ramosch im Unterengadin nieder. Dort lebt und arbeitet er seither in einem großzügigen Engadinerhaus, das sowohl Wohnraum für seine Familie als auch Werkstatt, Schreinerei und Bildhaueratelier beherbergt.

Daniel Cottis bevorzugtes Material ist Holz – oft naturbelassen, manchmal kraftvoll bearbeitet. Seine Skulpturen und Projekte entstehen aus einer tiefen Beobachtungsgabe und einer großen Leidenschaft für die Formensprache der Natur. Viele seiner Werke finden sich in der Schweiz und darüber hinaus im öffentlichen Raum.

Sein künstlerisches Schaffen bewegt sich zwischen freier Kunst, Baugestaltung und Möbelbau. Cotti realisiert Projekte mit Herz und Hand – bodenständig, fantasievoll und mit einem Funkeln in den Augen: «Lumpaz e Aventüra» – Schalk und Abenteuer – sind seine treuen Begleiter.

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